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- Es war einmal ... ein mächtiger Geschichtenerzähler

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Es war einmal ... ein mächtiger Geschichtenerzähler

Storytelling als neues Content–Marketing Phänomen

Wie schaffen es Unternehmer, Dinge zu erreichen, die alle unsere Vermutungen widerlegen? Wie schaffen sie es, Leidenschaft und Begeisterung in Menschen zu wecken? Warum können manche Persönlichkeiten Massen inspirieren? Die Antwort ebenso schlicht wie einfach: Diese Personen erzählen Geschichten.

„Die mächtigste Person der Welt ist der Geschichtenerzähler.“ sagte einst Steve Jobs und gleichzeitig war er es, der zum wohl größten Geschichtenerzähler aufstieg.

Schon früh erkannte Jobs, dass Storytelling im Marketing nicht mehr wegzudenken ist. Steigende Konkurrenz, Innovationsdruck und eine immense Informationsflut zeichnen die heutige Marktsituation aus. Wer es in diesem Ringen um Aufmerksamkeit schaffen will, seine Zielgruppe zu erreichen, der benötigt eine neue Strategie, um seinen Botschaften zum Durchbruch zu verhelfen.

Das Erfolgsrezept lautet Storytelling. Dieses Prinzip wird im Journalismus, im Bereich Corporate Identity, in der Literatur, aber auch in der Rhetorik angewandt.

Im Rahmen des Content-Marketings ist von Storytelling die Rede, wenn Geschichten bewusst eingesetzt werden, um bestimmte kommunikative Unternehmensziele zu erreichen.

Menschen lieben Geschichten. Sie machen rund 65% unserer gesamten Konversation aus. Wo immer Menschen zusammenkommen, erzählen sie sich Geschichten. Sie lieben sie, weil sie emotional berührt werden, sie sich in den Plot hineinversetzen können und sich selbst im Helden oder Antihelden wieder erkennen.

Geschichten erzählen ist eine Fähigkeit, die tief in den Köpfen der Menschen programmiert ist. Es ist eine Fähigkeit, die uns durch ihre Einzigartigkeit im Tierreich zur dominanten Spezies werden ließ und letztendlich zum Durchbruch verhalf. Doch was fasziniert uns so sehr daran? Um den Grund herauszufinden, müssen wir in der Geschichte der Menschheit weit zurückgehen. Die Technik des Geschichtenerzählens wird von den Menschen schon seit Jahrtausenden genutzt und kann so als ältestes und erfolgreichstes Knowledge-Sharing System bezeichnet werden. Wie sonst konnte zum Beispiel die Edda, eine im 13. Jahrhundert verfasste Mythologiensammlung skandinavischer Götter- und Heldensagen, die ihren Ursprung schon im Jahre 800 nach Christus hatte eine Zeit ohne Internet und Social Media überstehen? Ganz klar - weil sich die Menschen die Geschichten erzählten und diese von Lagerfeuer zu Lagerfeuer wanderten.

Doch warum etabliert sich das Erfolgsrezept der Menschheit erst heute im Content-Marketing System von Unternehmen? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten, wenn man sich den kulturellen Wandel, einhergehend mit der digitalen Entwicklung betrachtet. Vor der Erscheinung des Web 2.0 folgte die Verteilung von Inhalten klar strukturierten Prozessen. Neben der gezielten Distribution einer Pressemitteilung über Journalisten an Fachmedien zum Konsumenten, gab es wenig Möglichkeiten, Geschichten multimedial zu inszenieren. Für Content-Marketing und Storytelling gab es einfach keinen Platz.

Begünstigt durch die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Youtube oder hauseigene Blogs führt der Weg heute weg von der klassischen Distribution. Überall entsteht Content, der Nutzer kann direkt, schneller und gezielter erreicht werden und wird in vielen Fällen selbst zum Publisher. Beispiel hierfür sind zahlreiche erfolgreiche Facebook Fanpages oder Youtube-Blogger, die mit ihren Geschichten Tausende Nutzer begeistern. Geschichten können heute aufwändig aufbereitet und neben dem klassischen Distributionsweg über eine Vielzahl an Kanälen an den Konsumenten verteilt werden. Dies schafft ideale Rahmenbedingungen für Storytelling.

Gute Geschichten bleiben im Kopf und das ist kein Zufall. Um Menschen begeistern zu können, verlangen gute Geschichten rhetorische Höchstkompetenzen. Wer überragende und inspirierende Geschichten erzählen will, muss in der Lage sein, die richtigen W-Fragen zu beantworten. Dabei gilt es nicht nur darum zu erzählen, Was und Wie etwas gemacht wird, sondern vor allem um das Warum. Warum steht ein Mensch jeden Tag auf, um das zu tun, was er tut? Was ist die Passion, Vision oder der Anspruch des Geschichtenerzählers? Dieses „Warum“ ist es, was Menschen mitreißt und inspiriert, was zum Durchbruch verhelfen kann. Denn „Menschen kaufen nicht was, sondern warum du etwas machst.“ (Simon Sinek)

Im Verkauf geht es nicht darum, eine rationale Entscheidungsfindung durch Fakten zu erreichen, sondern darum, die Menschen zu involvieren und zu begeistern. Eine gute Story spricht direkt unser limbisches System im Gehirn an, welches zuständig für Gefühle, Verhalten und letztendlich die Entscheidungsfindung ist. Es scheint also einfach: Werden Sie (wieder?) der Märchenonkel und setzen Sie sich mit Ihrer Geschichte an das Bett Ihres Kindes. Nur ist das Bett heute der Markt, das Kind ihr neugieriger Kunde und der Onkel ist die Content–Marketing Abteilung.

 

Quelle: Michael Ehlers  www.michael-ehlers.de

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